Welches Öl für mein Pferd?

Brauchen Pferde überhaupt Öl im Futter?

Ein strahlend glänzendes Fell kann ein Hinweis auf eine mögliche Überdosierung von Öl in der Pferdefütterung sein. Wenn dem Pferd mehr Öl zugeführt wird, als es verdauen kann, wird überschüssiges Öl über die Haut und den Dickdarm ausgeschieden. Dieses austretende Fett verleiht dem Fell ein glänzendes Erscheinungsbild. Jedoch sollte beachtet werden, dass ein zu glänzendes Fell nicht zwangsläufig auf ein gesundes Pferd hinweist, sondern auf einen Überschuss an Fetten im Pferdekörper, den der Organismus aufwändig zu beseitigen versucht.

Daher ist die Fütterung von Ölen und Fetten an Pferde kann ein umstrittenes Thema sein. Einige sehen Öl als wertvollen Energieträger und Quelle für fettlösliche Vitamine und Fettsäuren. Andere sind skeptisch und befürchten Verdauungsprobleme. Um Öle richtig zu füttern, sollte man Folgendes beachten:

  • Öl ist ein guter Energielieferant für Pferde und bietet mehr Energie pro Gramm als Stärke.
  • Es enthält fettlösliche Vitamine und wichtige Fettsäuren, die Haut, Fell, Herz, Immunsystem und mehr unterstützen.
  • Pferde in der Natur nehmen Öl in kleinen Mengen auf, normalerweise aus Samen und Pflanzen, die sie fressen.
  • Die Verdauung von Öl in großen Mengen kann problematisch sein, da Pferde kontinuierliche Fütterer sind und ihre Verdauung nicht für plötzliche Ölmengen ausgelegt ist.

Die richtige Menge und Art des Öls hängt von den individuellen Bedürfnissen des Pferdes ab. Die Verwendung von ölhaltigen Samen wie Leinsamen oder Hanfsamen kann eine gute Alternative zum Öl sein. Es ist wichtig, das Öl in kleinen Portionen über den Tag verteilt zu füttern und sicherzustellen, dass es frisch und von hoher Qualität ist.

Risikofaktoren bei der Öl-Fütterung bei Pferden

  1. Verdauungsprobleme: Pferde sind kontinuierliche Fütterer und haben Verdauungssysteme, die nicht gut auf große Mengen Öl auf einmal ausgelegt sind. Die Fütterung von zu viel Öl auf einmal kann Verdauungsstörungen verursachen.
  2. Überforderte Leber: Die Leber produziert Galle, die für die Verdauung von Fetten notwendig ist. Zu große Mengen Öl können die Leber überlasten, da Pferde keine Gallenblase haben, um die Galle zu speichern und abzugeben.
  3. Gewichtszunahme: Öl ist kalorienreich, und wenn es in großen Mengen gefüttert wird, kann es zu übermäßiger Gewichtszunahme führen. Dies ist besonders problematisch für fettleibige oder stoffwechselkranke Pferde.
  4. Mangelnde Balancierung: Das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren sollte im Gleichgewicht sein. Eine übermäßige Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren, die in einigen Ölen vorkommen, kann zu Entzündungen führen.
  5. Verdaulichkeit: Öl ist nicht für jedes Pferd gleichermaßen gut verdaulich. Einige Pferde können Schwierigkeiten bei der Aufnahme und Verwertung von Öl haben.
  6. Ranzigkeit: Öl kann ranzig werden, wenn es nicht korrekt gelagert wird. Ranziges Öl kann schädlich für Pferde sein und sollte vermieden werden.

Es ist wichtig, die Ölfütterung sorgfältig zu planen und mit einem Tierarzt oder Pferdenährstoffexperten zu konsultieren, um sicherzustellen, dass sie den individuellen Bedürfnissen und der Gesundheit des Pferdes entspricht.

Fazit und Alternativen zur Öl-Fütterung bei Pferden

Anstelle von Ölzusätzen in der Pferdefütterung können ölreiche Samen und Saaten eine geeignete Alternative darstellen. Diese Samen bieten eine abwechslungsreiche Nahrungsquelle und liefern wertvolle Nährstoffe für Pferde. In der Natur nehmen Pferde Öle und Fette nicht isoliert, sondern eher in kleinen Mengen über den Tag verteilt auf. Pferde konsumieren diese Fette, indem sie Samen und Saaten aus Wildpflanzen fressen. Die Verdauung beginnt, wenn die Pferde diese Samen zerkauen, wodurch die Nährstoffe allmählich freigesetzt werden. Ein großer Vorteil von ganzen Samen und Saaten ist ihre längere Haltbarkeit im Vergleich zu gepresstem Öl. Ranzigwerden ist bei ganzen Samen kein so großes Problem wie bei Öl. Dennoch ist es wichtig, geschrotete Samen nicht zu lange zu lagern, da sie schnell ranzig werden können.

Zusammenfassend nehmen Pferde in der Natur Öle und Fette aus Samen und Saaten in kleinen Mengen über den Tag verteilt auf, und dies kann in der Pferdefütterung durch das Hinzufügen von ölreichen Samen und Saaten nachgeahmt werden.

Meine Empfehlungen zur pferdegerechten Öl-Fütterung

Ich empfehle gerne, in kleinen Mengen hochwertige Saaten, Samen und Kerne in die Fütterung zu integrieren. Diese natürlichen Ergänzungen können Pferden während des Fellwechsels besonders nützlich sein. Hier sind einige meiner Produktempfehlungen:

  1. Leinsamen: Leinsamen sind eine ausgezeichnete Quelle für Omega-3-Fettsäuren und unterstützen die Haut- und Fellgesundheit. Sie können als Ganzes oder geschrotet gefüttert werden.
  2. Sonnenblumenkerne: Sonnenblumenkerne sind reich an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren, die die Haut und das Fell stärken können. Pferde genießen oft den knusprigen Biss dieser Samen.
  3. Kürbiskerne: Kürbiskerne sind eine hervorragende Quelle für essentielle Mineralien und Antioxidantien. Sie können die Immunfunktion unterstützen und zum Glanz des Fells beitragen.
  4. Hanfsamen: Hanfsamen sind reich an Proteinen und liefern eine breite Palette von Nährstoffen. Sie können zur Förderung einer gesunden Haut und eines glänzenden Fells beitragen.

Denke daran, dass diese Samen und Kerne in kleinen Mengen gefüttert werden sollten, um eine übermäßige Aufnahme von Fett zu vermeiden. Die Zugabe dieser natürlichen Ergänzungen kann dazu beitragen, dass dein Pferd während des Fellwechsels gesund und glücklich bleibt.

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